Hast du schon mal darüber nachgedacht, was dir im Leben am allerwichtigsten ist? Wofür stehst du? Nach welchen Grundsätzen lebst du? Wie möchtest du in Erinnerung behalten werden? Oder anders gefragt: Was sind eigentlich deine Werte?

Vielleicht kennst du den Spruch: „Those who stand for nothing will fall for anything.“  Der Spruch ist schon richtig alt, aber an Bedeutung hat er bis heute nichts eingebüßt. Zum Glück hat Katy Perry ihn uns vor ein paar Jahren in leicht abgewandelter Form in ihrem Song „Roar“ wieder ins Gedächtnis gerufen. Ursprünglich ist der Satz aber von Alexander Hamilton, der im 18. Jahrhundert gelebt hat und als einer der Gründerväter der USA gilt.

Wer für nichts steht, fällt für alles – was möchte uns dieses Zitat nun sagen? Ganz einfach: Diejenigen, die keine eigenen Werte oder Überzeugungen haben, die sich darüber nie Gedanken gemacht haben, die nicht ganz tief in sich verankert wissen, was ihnen wichtig ist – die werden früher oder später unhinterfragt die Werte und Überzeugungen von anderen übernehmen. Weil ihnen nämlich ein eigenes Wertesystem fehlt, über das sie prüfen können, ob fremde Meinungen und Ansichten mit ihren eigenen überstimmen – oder eben nicht.

Ohne eigene Werte macht man sich ehrlich gesagt ganz schön angreifbar und manipulierbar.

Wenn du an Menschen denkst, die unsere Gesellschaft positiv verändert haben, dann waren das immer Personen, die ganz genau wussten, was ihnen wichtig ist und die bereit waren, dafür zu kämpfen (hier kannst du dich an ein paar großartige Menschenrechtler erinnern).

Wir sind uns also einig: Wenn du dir noch nie Gedanken über deine Werte gemacht hast, dann ist es aber höchste Eisenbahn!

Nimm dir Zeit und überleg mal, für welche Werte du schon stehst und für welche du gerne stehen würdest. Ich habe mich zum Beispiel hingesetzt und die Übung „Wertvolle Werte“ im neuen Glückscampus-Heft „Potenziale entfalten – Erkenne, was in dir steckt“ gemacht.

Dabei kam heraus, dass meine wichtigsten Werte (in absteigender Reihenfolge): Gerechtigkeit, Authentizität, Hilfsbereitschaft, Intuition und Kreativität sind. Dass mir Gerechtigkeit sehr wichtig ist, das wusste ich schon, aber dass Authentizität an zweiter Stelle kommt, hat mich ehrlich gesagt ein bisschen überrascht. Wahrscheinlich ist das der Wink mit dem Zaunpfahl, dass ich Authentizität stärker ausleben könnte.

Wenn du abgesehen vom Identifizieren deiner Werte (was schon eine super Sache ist!) noch einen Schritt weiter gehen möchtest, weil dir bewusst geworden ist, wie wichtig sie sind, dann schreib dir doch ein eigenes Werte-Manifest.

Werte… Manifest … puh klingt schon ziemlich feierlich, oder? Ja, tut es. Aber das soll es auch. Es geht hier schließlich um deine Werte! Sie formen dein Leben, bewusst oder unbewusst, ob du es willst oder nicht. Es handelt sich beim Schreiben deines Werte-Manifests also um eine sehr wichtige Angelegenheit.

Weniger dramatisch drückt es Paul von Schreibenwirkt.de aus. Er beschreibt ein Manifest als Orientierungshilfe und Wegweiser, das dir hilft, auch im Dunkeln auf deinem Weg zu bleiben. Es geht also bei einem Werte-Manifest darum, deinen Werten Leben einzuhauchen und sie so zu formulieren, dass sie dich motivieren, nach ihnen zu leben.

Klingt das besser, kriegen wir das hin?

Sehr schön.

Auf geht’s.

So schreibst du dein Werte-Manifest:

Finde deine wichtigsten Werte (ca. 3 bis 5)

 

Nimm dir Stift und Papier und schreib zu jedem Wert auf, was er dir bedeutet. Lass deine Gedanken einfach fließen. Wieso ist dir dieser Wert so wichtig? Welche Bedeutung hat er für dich? Lebst du schon nach ihm? Wie könntest du diesen Wert in deinen Alltag integrieren?

Wenn du das für alle Werte gemacht hast, schau dir nochmal an, was du geschrieben hast. Unterstreiche Wörter und Satzteile, die dir gefallen.

Beginne, daraus dein Manifest zu basteln. Schreibe es gerne in der Ich-Form. Es muss nicht lang sein, aber es soll was in dir auslösen. Es soll dich motivieren und bestärken. Du kannst es dir auch gerne ausdrucken und als Erinnerungen in dein Zimmer hängen.

Es ist nicht schlimm, wenn dein Werte-Manifest noch nicht zu 100% so ist, wie du es dir vorstellst. Sieh es als Anfang. Du kannst es immer noch abändern. Vielleicht wandeln sich deine Werte ja auch mit der Zeit. Das ist völlig in Ordnung.

Sei stolz auf dich und gratulier dir (auch in meinem Namen). Du hast eine Grundlage für dich und dein Leben geschaffen. Du hast jetzt eine Ahnung davon, was dir im Leben wichtig ist und nach welchen Werten du leben möchtest. Danke, dass du das gemacht hast. Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie dich!

Damit du siehst, wie ernst mir diese Sache ist, gebe ich dir als Inspirationshilfe mein Werte-Manifest zu meinen oben genannten Werten mit auf den Weg:

Wir sind alle gleich und haben es verdient, gleich behandelt zu werden. Wenn ich Ungerechtigkeit miterlebe, erhebe ich meine Stimme.

Ich bin ich. Ich zeige mich so, wie ich bin. Ich verstelle mich nicht.

Ich helfe, wem immer und wo immer ich helfen kann, weil ich weiß, dass ich zur privilegierten Bevölkerungsschicht auf dieser Erde gehöre.

Ich vertraue meiner Intuition. Mein Bauchgefühl ist mindestens genauso (wenn nicht sogar klüger) als mein Verstand und ich höre auf das, was es mir zu sagen hat.

Ich glaube daran, dass Kreativität die Welt verändern kann und ich erlaube es mir, im Geiste Luftschlösser zu bauen und sie mit der Welt zu teilen, denn wenn es nur eine Seele berührt, dann war es die Sache wert.

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