Hast du zur Zeit viele soziale Kontakte? Kommt dir die Coronakrise auch wie ein viel zu langer, nicht verhandelbarer Hausarrest vor? Und fragst du dich, wann dieser Ausnahmezustand endlich ein Ende hat? Ganz schön blöd, wenn man daran nichts machen kann, oder? Der soziale Kontakt zu Freunden ist wichtig, das wissen auch deine Eltern. Sie dürfen Ihre Freunde in dieser Krisensituation auch nicht treffen. Ihr sitzt quasi im selben Boot!

Soziale Kontakte = Gute Freundschaften?

Freunde oder ganz allgemein soziale Kontakte zu haben und diese zu pflegen, ist verdammt wichtig. Neben der Familie, die oftmals die soziale Basis darstellt, gibt es viele weitere Menschen in unserem Leben. Großeltern und Verwandte gehören zu unseren sozialen Kontakten, ebenso wie Freunde aus der Schule, aus dem Sportverein oder der Nachbarschaft. 

Schreib doch mal eine Liste, wen du alles kennst und mit wem du in Kontakt stehst. Du wirst höchstwahrscheinlich feststellen, das die Liste ganz schön lang ist. 

Viele soziale Kontakte bedeuten allerdings nicht gleich viele gute Freundschaften. Mit den meisten Personen in unserem Umfeld oder in unserer Facebook-Freundesliste findet nur eine oberflächliche lockere Kommunikation statt. Das ist auch absolut in Ordnung. Stell dir nur einmal vor, du besprichst für dich wichtige und persönliche Dinge mit all deinen Kontakten. Unvorstellbar, oder? Dafür gibt es Freunde – echte Freunde. 

Wen zählst du zu deinen engen Freunden? Mit wem besprichst du wichtige persönliche Dinge? Markiere alle diese Freunde in deiner Liste. Ich bin gespannt. Wie viele hast du markiert? Wahrscheinlich nicht mehr als eine Handvoll. Oft ist es auch nur eine Person, die wir in unsere persönlichen Gedanken und Gefühle einweihen. Ich habe die Übung auch gemacht. Es gibt nur eine Freundin, der ich alles anvertraue. Die Anzahl ist also nicht entscheidend. Über ähnliche Interessen und Hobbys finden wir meist zu unseren Freunden. Das Wichtigste an einer guten Freundschaft ist allerdings gegenseitiges Vertrauen und sich aufeinander verlassen zu können.

Warum sind soziale Kontakte so wichtig?

Hierfür eine kurze Zeitreise in meine Vergangenheit: 

Ich habe mich schon immer gerne an den unterschiedlichsten Dingen versucht. Nur durch praktisches Ausprobieren kann ich für mich herausfinden, ob mir etwas liegt und ob ich daran Freude habe. Ich versuchte mich in Geräteturnen, Handball und Volleyball, hatte mindestens schon acht verschiedene Haarfarben und tanzte und sang bereits wild zu Hip-Hop, Rock, Reggae und schnulzigen Popsongs. In dieser Zeit habe ich oft aus Familienkreisen zu hören bekommen, ich soll mich doch bitte für etwas entscheiden und nicht ständig neue Dinge beginnen und alte über Bord werfen. Das hat mich verunsichert. Ist es so schlimm nicht zu wissen, was man will und vieles auszuprobieren? Zum Glück hat mir damals meine Freundesclique den Rücken gestärkt. Sie sagten: „Tina, probier dich aus so viel du willst. Wie sollst du sonst herausfinden, was dir gefällt und was nicht? Diesen Rat befolge ich heute immer noch und ich fahre damit ganz gut. Ein Hoch auf gute Freunde!

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass gute Freunde:

einen positiven Einfluss auf unser Wohlbefinden haben.

unsere Gesundheit verbessern.

dazu beitragen, uns in Prüfungssituationen ruhiger und sicherer zu fühlen. 

dabei helfen, vorhandene Probleme als weniger bedrohlich zu empfinden.

das Selbstbewusstsein und auch das Selbstwertgefühl steigern.

Freunde mit denen wir „durch dick und dünn“ gehen, machen unser Leben fühlbar leichter. Sie sind Gesprächspartner und helfen bei der Entscheidungsfindung. Sie sind so vieles. 

Was schätzt du denn an deinen guten Freunden?

Sieh die Krise als Chance!

Das Leben steht seit ein paar Wochen für uns alle auf dem Kopf. Die Schule als wichtiges, soziales Kontaktfeld bricht von einem auf den anderen Tag weg und auch viele andere Freizeitaktivitäten werden durch die Kontaktsperre verboten. Die Familie rückt wieder in den Mittelpunkt, da die meiste Zeit zuhause verbracht wird. Keine einfache Umstellung, stehen die Jugendjahre doch für die Abkopplung von den Eltern und für die Intensivierung von Freundschaften. 

Vielleicht hast du Angst, Bedenken, Zweifel – vor der neuen Situation, dem Danach, der Zeit mit dir selbst oder ganz anderen Dingen. Diese Gedanken sind normal. Veränderungen stellen einen Schritt aus unserer Komfortzone dar und können zunächst unangenehm sein. 

Versuche doch mal deinen Blickwinkel, mit dem du gerade auf die Situation schaust, zu ändern. Eine andere Perspektive bewirkt oft Wunder.

Wie wäre es mit einer kleinen Übung zur Verdeutlichung? Los geht‘s! 

Wahrscheinlich denkst du aktuell oft über Dinge nach, die du gerade nicht machen darfst und ärgerst dich darüber. Diese Gedanken und die damit verbundenen Gefühle stellen deinen aktuellen Blickwinkel dar. Nehme dir jetzt einen Zettel und Stift und schreibe zu jeder Tätigkeit, die nicht erlaubt ist, eine Alternative auf, die du noch machen darfst. Dir fällt bestimmt etwas ein, wenn du einen Moment darüber nachdenkst. Im nächsten Schritt erweitere bitte die Liste der erlaubten Dinge um drei zusätzliche Einträge. So wird dir deutlicher, wie viele Freiheiten du trotz Corona noch hast. Ist dein Zettel gefüllt, schreibe noch auf wofür du gerade besonders dankbar bist.

Und fühlst du dich besser? Dann hat die Übung die gewünschte Wirkung. Dein Blickwinkel hat sich ins positive verändert. 😉

Gute Freundschaften überstehen auch Social Distancing!

Auch wenn du deine Freunde aktuell nicht mehr treffen kannst, gibt es zahlreiche Möglichkeiten weiterhin in Kontakt zu bleiben. Hier findest du einige Anregungen dazu. Sicher hast du das ein oder andere auch schon umgesetzt aber vielleicht sind ja noch ein paar neue Ideen dabei.

Social Media

Nutze die sozialen Medien, um mit deinen Freunden zu schreiben, zu telefonieren, per Videotelefonie zu reden oder Bilder zu teilen. Beliebte Apps dafür sind Facebook, Whatsapp, Snapchat, Instagram und Tik Tok. Um Videos und Musik mit den Freunden zu teilen ist Youtube und Spotify empfehlenswert. Serien und Filme werden größtenteils auf Netflix geschaut. Achte aber darauf, das du nicht den ganzen Tag mit dieser Art der Kommunikation verbringst. Zu viel Zeit vor technischen Geräten kann die Stimmung auch negativ beeinflussen. Folgst du denn schon dem Glückscampus auf Instagram, Facebook und Tik Tok?

Schreiben für mehr soziale Kontakte!

Wann hast du eigentlich das letzte Mal einen Brief oder eine Postkarte geschrieben? Schon eine ganze Weile her? Dann nichts wie ran. Formuliere ein paar liebe Zeilen oder zeichne etwas, je nachdem was dir in den Sinn kommt. Bis der Empfänger die Post erhält, vergehen zwei Tage. Da heißt es etwas Geduld haben. Wem es möglich ist, der kann die Post auch persönlich zustellen. So kommt sie sogar schneller ans Ziel und du hast dich zusätzlich noch etwas an der frischen Luft bewegt. Kleiner Tipp: Auch die Partnerin/ der Partner oder die Großeltern freuen sich sicher über ein paar liebe Worte. Mit der Postkarten-App der Post können auch aktuelle Handybilder in Form einer Postkarte versendet werden.

Spieleabend per Gruppenchat?

Ein Handy, Computer oder Laptop mit Kamera hat heutzutage fast jeder und auch die Vielfalt an Angeboten im Netz ist grenzenlos. Wie wäre es ein Live Konzert gemeinsam mit deinen per Video zugeschalteten Freunden zu schauen? Oder ein Spieleabend per Gruppenchat? Vielleicht findest du auch Gefallen an einer Corona Challenge. Ob du an einer bereits existierenden Challenge teilnimmst oder dir selbst etwas Verrücktes, Witziges oder Sportliches ausdenkst, ist dabei dir überlassen. Ihr könnt euch auch unter Freunden herausfordernde Aufgaben stellen (natürlich nur Erlaubtes) und so euren Alltag mit Corona spannender gestalten.

Entdecke tolle Projekte!

In den letzten Wochen sind zahlreiche Hilfsangebote oder solidarische Projekte entstanden. In kurzen Videos namens Corona Diaries erzählen Jugendliche z.B. über ihren Alltag seit dem Pandemieausbruch. Um nicht den ganzen Tag faul auf dem Sofa zu liegen, bietet ALBA Berlin eine tägliche Sportstunde an. Habt ihr Probleme, Sorgen und Ängste, ist die Nummer gegen Kummer eine empfehlenswerte Anlaufstelle anonym darüber zu sprechen. Abreißzettel à la „eine Portion Glück zum Mitnehmen“ an der Hauswand oder der Straßenlaterne zaubern mir oft ein Lächeln auf die Lippen. Schaue einmal bewusst danach, du entdeckst bestimmt auch welche in deiner Nähe.


Das sind nur einige Anregungen zur Kommunikation, die dir durch die Krise helfen können oder wie du andere mit Hilfsangeboten durch die Krise begleiten kannst. Eventuell hast du ja selbst eine Idee oder bereits etwas Tolles ins Leben gerufen. Erzähl uns gern davon! 

Ich habe noch einen weiteren Tipp für dich: Nutze die Coronazeit, um dich mehr mit dir und deiner einzigartigen Persönlichkeit zu beschäftigen. Das kostenlose Arbeitsheft „Starke Einstellung“ vom Glückscampus eignet sich bestens dafür.

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Mit einem durchgängigen Konzept, bereiten die Glückscampus-Workbooks Jugendliche auf das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen vor. Mit Experten entwickelt, wurden die Arbeitshefte bereits von vielen Jugendlichen begeistert angenommen.

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