Der Wecker klingelt zu früh, der Bus kommt zu spät und der Hausaufgaben-Berg ist höher als die Zugspitze. Du denkst, es kann nicht schlimmer werden, da ruft deine Freundin an und sagt eure Verabredung ab. Bevor du dich versiehst, ist deine Stimmung tiefer gesunken als der Meeresspiegel. Grummelig greifst du zu deinen Mathe-Hausaufgaben – der Tag ist eh im Eimer! Und sollte es irgendwo im Internet Tipps gegen schlechte Laune geben, würden sie dich nicht interessieren … oder?

Schlechte Laune: Jeder kennt sie, keiner mag sie

Das Glas ist halbleer, die Suppe versalzen und die Toleranz für klischeehafte Sprichwörter begrenzt. Schlechte Laune fühlt sich an, als würde man sich bei strahlendem Sonnenschein drinnen verbarrikadieren und die Rolläden runter lassen, um sich in aller Ruhe auf die eigene Misere konzentrieren zu können. Wir wissen alle, wie das ist, denn schlechte Laune gehört ganz einfach zum Leben dazu.

Das Gute an der schlechten Laune

Bevor es darum gehen soll, was du gegen schlechte Laune tun kannst, hier noch eine gute Nachricht: Wie die GEO berichtete, fördert schlechte Laune das analytische Denkvermögen und macht dich erfolgreicher darin, andere von deiner Meinung zu überzeugen. Außerdem arbeitet es sich missmutig konzentrierter, kritischer und fehlerfreier. Dein Griff zu den Mathe-Hausaufgaben war also gar nicht mal so unklug…

Trotzdem. Niemand möchte bis ans Ende aller Tage schlecht gelaunt E-Funktionen berechnen. Hier kommen 4 Tipps, die dir dabei helfen, die Rollläden hochzuziehen und das Sonnenlicht (aka das Glück) wieder zu genießen.

Mit diesen 4 Tipps zurück zum Glück

 Akzeptieren

Schlechte Laune gehört zum Menschsein dazu. Sie ist kein Anzeichen dafür, dass du etwas falsch gemacht hast oder in irgendeiner Weise nicht richtig wärst, so wie du bist. Sie ist ein natürlicher Teil unserer Stimmungsschwankung. Mal geht es hoch, mal geht es runter. Alles halb so wild.

Zulassen

Deswegen: Lass deine schlechte Laune zu. Überspiele sie nicht, tu nicht so, als wäre alles paletti. Es ist immer besser, negative Emotionen zuzulassen, anstatt sie zu unterdrücken. Das macht dich auf Dauer glücklicher (hat eine Studie gezeigt). Aber übertreibe es nicht. Mach nicht gedanklich aus einer Mücke einen Elefanten. Das geht am besten, in dem du dich auf das blöde Gefühl in dir konzentrierst, es fühlst und wahrnimmst, ABER dein Gehirn so gut es geht außen vor lässt. Denn deine Gedanken machen nichts lieber, als an die eine kleine Verstimmung eine ganze Kette von immer größer werdenden Gründen für deine schlechte Laune zu hängen. Vielleicht warst du ursprünglich schlecht gelaunt, weil deine kleine Schwester dir deinen Lieblings-Joghurt weg gegessen hat und hast dich so sehr in deinen Ärger rein gesteigert, dass plötzlich einfach ALLES (Geschwister! Hausaufgaben! Schule! Leben!) schlecht ist und du gar nicht mehr weißt, was los ist.

Nachdenken

Ja, schlechte Laune kann heimtückisch sein. Sie schleicht sich unbemerkt von hinten an und ehe du dich versiehst, hat sie dich fest im Griff. Und du hast keine Ahnung, wo sie hergekommen ist. Jetzt wird wieder der volle Einsatz deines Gehirns benötigt.

Frage dich: Warum bin ich schlecht gelaunt? Was ist der Auslöser? Möchte mein Körper mir etwas mitteilen? Sollte ich etwas ändern? Kann ich etwas aus meiner schlechten Laune lernen?

Die Gründe für deine schlechte Laune können ganz unterschiedlich sein. Es kann einen konkreten Auslöser geben (es war der letzte Joghurt mit Schoko-Himbeer-Geschmack im Kühlschrank!), aber die Ursache mag woanders liegen.

Laut Utopia deutet schlechte Laune oft auf einen Mangel hin: Lichtmangel (im Winter), Schlafmangel, Bewegungsmangel oder Nährstoffmangel. In dem Fall wäre es klüger, etwas gegen diesen Mangel zu tun, anstatt deine kleine Schwester bei euren Eltern anzuschwärzen.

Schlechte Laune kann aber auch ein Ausdruck für Unzufriedenheit sein, die durch Stress, Überforderung oder Unterforderung entstanden ist. In dem Fall sei der schlechten Laune dankbar, das sie dich darauf hinweist. Du kannst ja nur etwas gegen diese Dinge tun, wenn sie dir bewusst sind.

 Aktiv werden

Damit sind wir beim letzten Schritt. Tu etwas gegen die schlechte Laune! Du hast dir die Zeit genommen, sie zu fühlen und zu hinterfragen. Du hast ihr den Raum gegeben, den sie braucht.

Werde aktiv – im Großen und im Kleinen. Wenn dir klar geworden ist, dass hinter deiner schlechten Laune eine allgemeine Unzufriedenheit oder ein Mangel steht, dann überlege dir den ersten Schritt, um etwas dagegen zu tun: Heute Abend früher ins Bett gehen, deinen Eltern vom Stress in der Schule erzählen, mal wieder ein Wochenende ohne Termine verbringen…

Wenn deine schlechte Laune einfach nur ein Ausdruck deiner sich ständig im Fluss befindenden Stimmung ist, dann mach doch mal laut Musik an, tanze, geh eine Runde an die frische Luft, ruf deine beste Freundin an oder umarm deine kleine Schwester.

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