Was hat Verantwortung mit Erwachsensein zu tun? Eine ganze Menge. Ich weiß das, denn angeblich bin ich schon seit über einem Jahrzehnt erwachsen. Wie sich das für uralte Menschen wie mich gehört, habe ich dir eine Weisheit mitgebracht: Ein Kind zu bleiben ist auch mit über 18 Jahren leicht. Suche dafür einfach die Schuld an allem, was bei dir nicht läuft, für immer bei anderen und jammere mindestens einmal täglich. Wenn du hingegen von deinem Umfeld als junge/r Erwachsene/r ernst genommen werden möchtest, dann zeige deinen Eltern und allen anderen, dass du Verantwortung übernehmen kannst.

Es ist nicht so, dass an deinem 18. Geburtstag ein magischer Schalter umgelegt wird und plötzlich, wie durch Zauberei, bist du verantwortungsbewusst. Verantwortung ist keine Frage des Alters, sondern der inneren Einstellung. In Verantwortung wächst man rein. Du kannst dich auch als Teenager schon verantwortungsbewusst verhalten und für später – diesen berüchtigten Ernst des Lebens, der mit dem Erwachsensein einhergeht – üben.

Hier kommen ein paar Gedanken und Ideen, wie du lernen kannst, Verantwortung im Leben zu übernehmen.

Verantwortung beginnt mit Eigenverantwortung

Im Laufe deines Lebens wirst du für die unterschiedlichsten Personen und Dinge Verantwortung übernehmen:  für Kinder, Haustiere, Teamkollegen, in Vereinen, für dein Zuhause, deine Nachbarschaft, die Gesellschaft, in der du lebst.

Aber es beginnt alles damit, dass du lernst, für dich selbst Verantwortung zu übernehmen. Eigenverantwortung bedeutet, dass du die Verantwortung für alle Bereiche und auf allen Ebenen in deinem Leben übernimmst: zum Beispiel für deine Berufswahl, deine Ziele und Träume – aber auch dafür, welche Emotionen, Gefühle und Gedanken du in dir zulässt. Du entscheidest. Du bist verantwortlich für deine Erfolge – und auch für deine Misserfolge.

Natürlich kann es passieren, dass du in unglücklichen Umständen landest, für die du nichts kannst. Aber auch dann ist Verantwortung gefragt: Nämlich dafür, einzusehen, dass es an dir liegt, wie du auf eine Situation reagierst, in die du nie kommen wolltest. Gibst du dich kampflos geschlagen und hast von jetzt an eine Entschuldigung für alles weitere, was in deinem Leben (nicht) passiert oder lässt du dich nicht unterkriegen und machst weiter?

Schluss mit Ausreden

Verantwortung zu übernehmen bedeutet, Entscheidungen zu treffen und die möglichen Konsequenzen auszuhalten. Du stehst zu dem, was du sagst und tust. Anstatt passiv darauf zu warten, dass sich etwas in deinem Leben verändert, gehe aktiv los und setzte deine Ideen und Pläne um. Man könnte auch sagen: weniger jammern, mehr machen. Schluss mit den Ausreden. Suche die Schuld nicht mehr bei anderen. Mach dir bewusst, dass du die Macht über dich selbst abgibst, wenn du im Außen Gründe erfindest, warum dies oder das nicht geklappt hat. Das fällt uns oft so schwer, weil damit einhergeht, dass wir uns eingestehen müssen, dass wir doch nicht so perfekt und fehlerfrei sind wie gedacht. Aber weißt du was? Erstens ist das niemand und zweitens kannst du genau dann, wenn du die Verantwortung für deine Fehler übernimmst, beweisen, dass du verstanden hast, worum es bei diesem Erwachsenwerden, von dem alle sprechen, wirklich geht. Fehler eignen sich auch gut, um aus ihnen zu lernen –  es ist also sozusagen eine win-win-Situation für dich.

Verantwortung lässt sich üben

Das mag sich jetzt vielleicht alles ein wenig überwältigend anhören. Aber fang doch einfach im Kleinen an und taste dich Stückchen für Stückchen an größere Verantwortungen heran. Für den Anfang könntest du zum Beispiel mit dem Hund spazieren gehen, ohne dass deine Mutter dich darum bitten muss. Übernimm eine wiederkehrende Aufgabe im Haushalt (Spülmaschine einräumen, Müll rausbringen, staubsaugen…). Frag nach Unterstützung in dem Schulfach, das dir Probleme bereitet. Beschäftige dich aktiv mit dem, was nach der Schule für dich kommen soll. Mit jeder gemeisterten Verantwortung wirst du selbstbewusster werden und bevor du dich versiehst, wirst du merken, dass Erwachsensein echt Spaß machen kann.

Verantwortung übernehmen macht glücklich

Verantwortung zu übernehmen klingt im ersten Moment schon etwas anstrengend (deswegen trinken wir Erwachsene so viel Kaffee). Es ist definitiv bequemer, andere weiterhin für dich und über dich entscheiden zu lassen. Erfüllen wird dich diese Art zu leben aber nicht. Übernimm das Ruder und fang an, selbst zu bestimmen, wie du denken, fühlen und handeln möchtest. Du wirst merken, dass es die Mühe wert ist: es macht nämlich nicht kaffeeabhängig – sondern glücklich.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du die Verantwortung für dein Leben in die Hand nehmen kannst, dann ist unser Glückscampus-Heft „Potenziale entfalten“ bestimmt etwas für dich. Schau mal rein!

Ps: Zum Schluss noch ein interessanter Gedanke, den ich mal gelesen habe und der mir nicht mehr aus dem Kopf geht: Keine Verantwortung zu übernehmen, muss man sich leisten können.  Da ist schon was dran, oder?

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