Kannst du dich noch daran erinnern, wie sehr du dich als Kind auf den Moment gefreut hast, wenn du alle Hausaufgaben erledigt hattest und deine Mutter dich endlich vom Küchentisch entließ? Der ganze Nachmittag stand dir offen, du warst frei, nichts musste, alles konnte. Du hattest keinen Plan. Du hast getan, worauf du Lust hattest. Es war toll. Und es ist lange her. Es war, bevor der Freizeitstress Einzug in dein Leben hielt.

Und was machst du so in deiner Freizeit?

Kommt dir diese Frage bekannt vor? Ist dir schon mal aufgefallen, wie wir darauf antworten? Wir zählen unsere (hoffentlich ausgefallenen) Hobbies auf, unser ehrenamtliches Engagement (selbstverständlich), und natürlich auch die besonderen Interessen und Talente, denen wir in unserer freien Zeit nachgehen.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der es sich eingebürgert hat, Freizeit von der ersten bis zur letzten Minute durchzuplanen. Freizeit ist wichtig. Was du in deiner Freizeit machst, definiert dich. Es ist fast so, als würdest du ein Portfolio über dich erstellen, anhand dessen andere ablesen können, wer du bist, was dir wichtig ist und wie sie dich einordnen können.

Im Grunde ist daran ja auch gar nichts auszusetzen. Nur hatte Freizeit ursprünglich mal eine andere Qualität.

Heute haben wir Freizeitstress statt Freiraum

Echte Freizeit ist diese in Vergessenheit geratene Zeit des Tages, in der man machen kann, was man möchte. Die Zeit, in der man nicht lernen, arbeiten oder sonstige Dinge erledigen muss.

Freizeit bedeutete mal Freiraum zum Nichtstun, zum Entspannen, zum einfach nur Sein. Früher war das selbstverständlich. Heute muss man sich dafür rechtfertigen und – schlimmer noch – haben die meisten vergessen, wie man entspannt nichts (oder wenig) tut.

Einfach mal nichts tun, ist in der heutigen Zeit ja auch gar nicht so leicht. Wir haben doch jede Minute unseres Tages verplant und sowieso so viel zu tun, dass wir nie fertig werden. Freizeit als Freiraum haben wir aus dem Kalender gestrichen. Als wäre es etwas Überflüssiges, Unnützes oder gar Dekadentes. Als könnten wir es uns nicht mehr leisten.

Dabei sollte es okay sein, regelmäßig nichts zu machen – ohne Rechtfertigung und ohne das Gefühl zu haben, sich dafür entschuldigen zu müssen. Wir sind Menschen, keine Maschinen. Und wir sind nicht auf dieser Welt, um To-do-Listen abzuhaken.

5 Gründe für mehr Freiraum in der Freizeit

Deswegen: Erobere dir den Freiraum in deiner Freizeit zurück! Betrachte es als Akt der Selbstliebe: Du bist gut, so wie du bist, und du bist wertvoll, auch wenn du gerade nichts „leistest“. Erlaube dir diesen echten Ausgleich zum Rest deines Alltags, in dem so viele Erwartungen und Anforderungen an dich gestellt werden.

Es wird sich positiv auf dein Leben auswirken:

Freiraum hilft dir bei der Stressbewältigung. Es ist sozusagen ein kostenloses Achtsamkeitstraining.

Freiraum fördert deine Kreativität.

Freiraum macht gute Laune.

Freiraum schenkt dir Zeit zum Nachdenken.

Freiraum gibt deinem Unterbewusstsein die Chance, Ideen nach oben zu spülen, die nur darauf gewartet haben, von dir entdeckt zu werden.

Gönn dir mal wieder einen Nachmittag ohne Termine, Aufgaben oder sonstigen Beschäftigungen. Verplan die Zeit nicht. Schalte dein Handy aus. Komm einfach mal im Moment an, hör auf dein Bauchgefühl und mache das, worauf du Lust hast: langsam, bedacht, ohne Stress, ohne Ergebniszwang, dafür mit der ständigen Option aufzuhören, Pausen zu machen oder etwas ganz anderes anzufangen.

Wenn es zum Beispiel darin mündet, dass du ein paar Stunden auf deinem Bett liegst und Musik hörst, hast du verstanden, worum es geht.

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